Die Gründung des Roten Kreuzes Schifferstadt und die Zeit danach

24.11.1910
Besprechung von den ehemaligen Militärsanitätern bei Michael Schuster im "Wilden Mann" über die Gründung einer freiwilligen Sanitätskolonne. Man war der Meinung, dass in der Gemeinde Schifferstadt mit über 8.000 Einwohnern, vielen Gewerbebetrieben und einem Eisenbahnknoten ein starkes Bedürfnis dafür bestehe.

28.11.1910
Einladung an alle jungen Schifferstadter, welche das 18. Lebensjahr vollendet hatten, auf eine Sitzung am 6. Dezember 1910.

06.12.1910
Der Ökonomierat Velten als Speyer hielt vor insgesamt 53 Schifferstadter Bürgern einen Vortrag über den Sinn, Zweck und die Organisation der zu Grunde liegenden Sanitätskolonne. Bei dem Vortrag anwesend waren u. a. Ludwig Roth und weitere Speyerer Sanitäter, Bezirksmann Wagner sowie der damalige Schifferstadter Bürgermeister Sebastian Eckel.

5.12.1910
Bei dieser konstituierenden Versammlung wurden der Eisenbahnsekretär Jakob Neumann zum Kolonnenführer, Georg Leydecker III. zum Stellvertreter und Dr. Ludwig Koch zum Kolonnenarzt gewählt. Zugführer wurden Josef Mayer VIII. und Johannes Müller IV. Damit war die freiwillige Sanitätskolonne Schifferstadt gegründet und fortan trafen sich etwa 60 Mitglieder jeden Montag im "Wilden Mann" zur theoretischen und praktischen Unterweisung.

12.01.1911
Offizielle Aufnahme der freiwilligen Sanitätskolonne Schifferstadt durch das Zentralkomitee des Bayerischen Landeshilfsvereins vom Roten Kreuz und Bestätigung der gewählten Vorstandschaft.

Mai 1911
Eintragung ins Vereinsregister.

23.05.1911
An diesem Dienstag transportierte die Sanitätskolonne das erste Mal mit ihrer neu angeschafften "Räderbahre" einen kranken Mitbürger zum Vinzentiusstift in Speyer per Bahn.

17.09.1911
Große Übung am Bahnübergang Hofstuckstraße. Die Bahnverwaltung stellte der Sanitätskolonne eigens dafür einen Eisenbahnwagen zur Verfügung.

Dezember 1911
Ab diesem Datum wurden die Unterrichtsabende im Versteigerungslokal des Rathauses abgehalten.